Die 1980er Jahre

Im Jubiläumsjahr 1980 feierte man drei Tage lang das 50-jährige Bestehen des Musikvereins. Zu diesem Fest im Festzelt an der Burg trat dann auch erstmals ein Verein aus Luxemburg in Rittersdorf auf, die "Pompiers Fanfare Garnich" (Feuerwehrkapelle), die Blasmusik auf hohem Niveau zum Besten gab. Dieser Kontakt wurde dann in den Jahren 1981 und 1986 durch zwei "kleine Ausflüge" der Rittersdorfer Musiker nach Garnich zum dort weithin bekannten "Haamenfest" vertieft. Noch heute erzählen die damaligen Musiker von den schönen und lustigen Stunden bei den Musikfreunden aus Luxemburg.

 

Musikalisch begann 1980 eine neue Ära für den Musikverein. Klaus Urmes, ein Musiker aus eigenen Reihen, übernahm den Dirigentenstab von Ernst Böcker. Mit vielen neuen Ideen und voller Elan ging er an seine musikalische Führungsarbeit.

 

Am 26. Juni 1982 wurde in einer Feierstunde der erste Bauabschnitt der teilweise renovierten Burg Rittersdorf an den damaligen Verbands-bürgermeister Klaus Scholtes übergeben. Bereits am 25. und 26. Juli 1982 veranstaltete der Musikverein das erste Rittersdorfer Burgfest in der erst teilweise fertig gestellten Burganlage.

 

Anfang 1983 wurden für alle Musiker und Musikerinnen graue Uniformjacken bei der Fa. Müller in Müden angeschafft, die mit dem neuen Wappen der Ortsgemeinde Rittersdorf versehen waren.

 

Im September 1983 fand das zweite Burgfest des Musikvereins statt. Wegen der schlechten Witterung wurde eigens ein Zelt im Burghof errichtet. Trotzdem war die Teilnahme der Rittersdorfer Bürger an diesem Fest sehr gering. Da auch ein Auftritt des Musikvereins beim Schulfest im gleichen Jahr bei den Anwesenden weitgehend unbeachtet blieb, beschloss der Vorstand des Musikvereins einstimmig, dass der Verein bis Ende des Jahres 1983 nicht mehr in Rittersdorf auftreten würde.
Ein Beschluss, der aus heutiger Sicht gerade nicht die Auftritte bis zum Jahresende hätte betreffen dürfen, der sich aber mit der damaligen großen Enttäuschung des Musikvereins erklären lässt.

 

Das brachte dem Musikverein Rittersdorf viel Unverständnis aber auch viel Zustimmung:

Die Burgfeste wurden ab 1984 von der Vereinsgemeinschaft "Burg Rittersdorf" durchgeführt. In dieser Vereinsgemeinschaft wirkt der Musikverein bis heute engagiert mit.

Ab dem Schuljahr 1983/1984 wurden erstmals 15 Nachwuchs-musiker/innen des Vereins über die Kreismusikschule Bitburg-Prüm ausgebildet. Diese Zusammenarbeit besteht bis heute und hat dem Verein in all den Jahren zu gut ausgebildeten Musiker/innen verholfen und das musikalische Niveau des Musikvereins weiter angehoben.

Die damalige Jugendgruppe des Musikvereins war bald ein eigenständiger
Klangkörper und trat von 1984 bis 1988 auch öfters selbständig als Jugendorchester Rittersdorf auf.

Mit den jährlich stattfindenden Weihnachtsfeiern für alle Aktiven und ihre Familien wurden ab 1984 auch Geselligkeit und Gemeinschaft im Verein gefördert.

Am 14. Oktober 1984 musizierte der Verein zum 60. Geburtstag seines Ehrenmitglieds Staatsminister a. D. Dr. jur. hc Otto Theisen. Dr. Theisen übernahm dann auch 1985 die Schirmherrschaft über das dreitägige Musikfest in der Burg Rittersdorf anlässlich des 55-jährigen Bestehens des Vereins.

Der langjährige Vorsitzende Martin Roths, der den Verein fast zehn Jahre lang bestens geführt hatte, übergab Ende 1986 sein Amt an Josef Ernst. Ab Ende 1988 übernahm dann Klaus Urmes zusätzlich zu seinem Dirigentenamt für zwei Jahre auch den Vereinsvorsitz.

Im September 1987 kam es zu einem weiteren musikalischen Höhepunkt in der Vereinsgeschichte. Unter großer Beteiligung der Rittersdorfer "Fans" und in bester Stimmung trat man im voll besetzten Festzelt in Fell beim "Feller Markt" auf. Die Bergmannskapelle Fell hatte den Musikverein zu diesem Weinfest, einem der größten der dortigen Region, eingeladen. Aufgrund der Freundschaft zur Bergmannskapelle Fell nahm der Musikverein dann ab 1988 mehrmals am Fastnachtszug in Fell teil.

Einmarsch zum Weinfest "Feller Markt" 1987 in Fell

 

Familienabend 1987 mit Registerparade:

Der Musikverein und seine jeweiligen Jugendgruppen erfreuten zwar jährlich zum Familienabend die Zuhörer mit kleinen Konzerten, richtige Konzerte, die einer großen Vorbereitung bedurften, gab es jedoch erst ab 1989.
In der Turnhalle Rittersdorf konzertierten der Musikverein und die Chorgemeinschaft Rittersdorf-Wißmannsdorf-Biersdorf. Viele schöne Musikstücke, von denen einige auch gemeinsam vorgetragen wurden, begeisterten die Zuhörer.

Im Oktober 1989 organisierte der Vorstand des Musikvereins dann erstmals in der Vereinsgeschichte für alle Aktiven und ihre Angehörigen einen dreitägigen Ausflug nach Schönwald im Schwarzwald. Die Beteiligung der Aktiven und ihrer Angehörigen war so groß, dass zwei Busse fuhren.

Feldberg, Schwarzwald während der zweite Bus eine Panne hatte:

In der Freiburger Gasthausbrauerei Martinsbräu: